Der Porträt- und Reportagefotograf Armin Smailovic wurde 1968 in Zagreb/Kroatien geboren. 1991 graduiert er an der „Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie“ in München. Anschließend erhält er, wie auch z.B. Andreas Gursky, das renommierte Stipendium der „Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung“ für zeitgenössische Fotografie. Von 1991 bis 1993 arbeitet Smailovic während des Balkankonflikts als Kriegsfotograf in Kroatien. Seit 1995 ist er als freier Fotograf für verschiedene Magazine, Unternehmen und Projekte in Europa, Asien, Afrika und Südamerika tätig; darunter Zeit Magazin, SZ Magazin, Playboy, Neon und Humanglobaler Zufall.
Für das Spielzeitheft 2009/10 des Hamburger Thalia-Theaters fotografierte Armin Smailovic außerdem eine beeindruckende Porträt-Serie, für die er jeden einzelnen der 57 Schauspieler des Ensembles in einem individuellen und ganz persönlichen Surrounding inszenierte. Auch prominente Charakterköpfe wie z.B. Thomas Gottschalk, Gerhard Schröder, Issey Miyake, Anish Kapoor, James Brown, ECB-Präsident Jean-Claude Trichet oder Franck Ribéry traten für hochkarätige Publikationen bereits vor seine Linse. Aktuell arbeitet Armin Smailovic an der Fotodokumentation „Yugoslavia – 20 Years after“, die sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Balkanregion beschäftigt. Seine intensive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Menschen und Themen, wie Religion, Nationalismus, Wirtschaft, Soziales und Politik werden dabei von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten, den Narben und den offenen Wunden, der Schönheit des Landes, dem Leid und den neuen Hoffnungen der einst vereinten Völker getragen. Im Gegensatz zu journalistischen Ansätzen wird durch die ausführliche fotografische Recherche und Dokumentation ein Werk entstehen, das auf eine nachhaltige, wertvolle und zeitlose Sicht dieser Region aktueller Brüche und Umbrüche verweist.
Armin Smailovic lebt in München und war in diesem Jahr für den Henri Nannen Preis 2009 in der Kategorie „Beste fotografische Autorenleistung“ nominiert.
Mehr Details und Einblicke in die fotografische Arbeit von Armin Smailovic sind auf www.smailovic.com zu sehen.